Dr. des. Geraldine Schmitz – Postdoc – Graduiertenkolleg „Wert und Äquivalent“ – Goethe-Universität Frankfurt Forschung in Afrika, egal welcher Disziplin, birgt immer ein hohes Potential für ethische Dilemmata, die zum einen die Forschung beeinflussen können, zum anderen für den Forscher persönlich zur Herausforderung und auch zum Problem werden können. Auch die Forschung in „der Heimat“ mag ein solches Potential besitzen, jedoch wissen wir hier, wie wir uns verhalten sollten. Für unser eigenes kulturelles Terrain sind wir durch Erfahrung und soziale Prägung gewissermaßen spezialisiert und sensibilisiert. Betreiben wir jedoch Forschung in Afrika befinden wir uns außerhalb unserer gewohnten Normen, außerhalb unserer erlernten Werte. So können bestimmte Handlungsweisen für uns nicht nachvollziehbar sein und ein ethisches Problem für uns darstellen, obwohl es das für die Menschen vor Ort nicht notwendigerweise ist. Wie geht man damit um, wenn die Werte der Menschenrechtskonvention während der Forschung nicht gewährleistet sind? Wie geht man anschließend mit seinem gesammelten Material um? Wie transparent muss und sollte man sein? Wie aufgeschlossen gegenüber anderen Normen kann, muss und sollte man sein? Der Workshop richtet sich an Forscher aus allen Fachbereichen an den Universitäten in Frankfurt, Mainz und Darmstadt, die in Afrika Forschung betreiben oder betreiben werden und mit ethischen Dilemmata konfrontiert wurden, werden und werden könnten. Weitere Infos siehe Anlage