Indigenous People of West Africa (IPWA)

PI: Prof. Dr. Jürgen Runge 

Funding: Deutsche Forschnungsgemeinschaft (DFG)
Zeitraum: 07/2024 – 07/2027

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Prof. Dr. Jürgen Runge (FB11 & ZIAF) von 2024-2026 eine Sachbeihilfe für das regionale Teilprojekt IPWA (Indigenous People of West Africa) bewilligt. Das Vorhaben ist in ein Konsortium zum globalen Umwelt- und Klimawandel bei indigenen Gruppen mit Forschenden aus Kanada (University of Alberta [lead]), Brasilien, Schweiz, Thailand und den USA eingebettet.

Das Frankfurter IPWA Projekt zielt darauf ab, den „grünen Kolonialismus“ am Beispiel der Kabyè und der Peulh in Togo und Benin zu untersuchen und kritisch zu bewerten. Indigene Volksgruppen werden durch die Offenlegung restriktiver sozialer und politischer Strukturen gestärkt, um dadurch eine Regierungsführung (Good Governance) zu fördern, die auch indigene Führungspersönlichkeiten einschließt. Diese Einbeziehung und Anerkennung sind notwendig, um den Weg dafür zu ebnen, dass indigene Gemeinschaften an der Identifizierung von Innovationen, Lösungen und Wegen zur Anpassung und Abschwächung des Umwelt- und Klimawandels beteiligt werden. Die Hauptziele des mit Vertreter*innen der Kabyè und Peulh in Togo und Benin durchgeführten Projektes sind (1) die Dokumentation der Auswirkungen des „grünen Kolonialismus“ auf indigene Volksgruppen West Afrikas, (2) die Identifizierung indigener Umwelt- und Klimalösungen, die zu einem nachhaltigen Lebensunterhalt beitragen, und (3) die Ausweitung der traditionellen Forschungsinnovationen auf die Politik. Das dreijährige Vorhaben startet am 01.07.2024 und hat ein Budget von € 620.000.

Halbnomadische Peulh in Togo und ihre Rinder dringen durch Transhumanz in die Felder ansässiger Kleinbauern ein und verursachen Landnutzungskonflikte im Ökosystem der Savannenwälder. Dieser Prozess wird sich unter dem Einfluss des Klimawandels und knapper werdender Ressourcen in Zukunft weiter verschärfen (Foto: J. Runge 2013).